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Amateurfunk  mehr als nur ein Hobby  

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Amateurfunk ist wenn...

... jemand eines der vielseitigsten Hobbys als faszinierende und sinnvolle Freizeitbeschäftigung betreibt.

von Peter G ZIELKE, DK9HZ


Der Beginn des Amateurfunks
Der Funkamateur
Die gesetzliche Seite
Die unterschiedlichen Genehmigungsklassen
Prüfung, Rufzeichen und Frequenzbereiche
Funkamateure sind Weltbürger
Weltraumfunk
Funkamateure helfen im Notfall
Funknetze
Diplome und Wettbewerbe = Konkurrenz unter Freunden
QRP = Die ganze Welt mit bis zu10 Watt
Zusammenstellen einer Station

Im Lexikon steht unter dem Begriff „Amateurfunk":

Nichtkommerzieller Funkdienst, der als Hobby betrieben wird. Funkamateure befassen sich zu rein privaten Zwecken mit der Funktechnik und dem Funkbetrieb. Für die Abwicklung des Amateurfunkverkehrs stehen bestimmte, vorgeschriebene Funkfrequenzbereiche zur Verfügung. Um Amateurfunk betreiben zu dürfen, muß vorher eine Prüfung bei der entsprechenden Lizenzbehörde erfolgreich abgelegt werden.

Der Beginn des Amateurfunks Nach oben

Die Beschäftigung mit dem Medium FUNK hatte seine Anfänge schon im Jahre 1909. Hiram Percy MAXIM, der 1. Präsident der ARRL (American-Radio-Relay-League) und der IARU (International-Amateur-Radio-Union) gilt als Stammvater aller Funkamateure weltweit, denn schon im Jahre 1914 gründete er den „Radio-Club-of-Hartford", den Vorläufer der ARRL.

Bereits 1923 wurde erstmals der Atlantic mittels elektromagnetischer Wellen von Funkamateuren (damals nannten sie sich noch „Radioamateure") überbrückt. 1925 veranstalteten deutsche Funkfreunde ihren ersten -Deutschen Sendetag-. Seitdem hat sich dieses Hobby trotz aller Wirren und Hemmnisse durch Kriege, Hunger, Naturkatastrophen usw. ständig weiterentwickelt. Heute gibt es weltweit mehr als 2 Millionen Menschen, die sich mit Funktechnik und Funkbetrieb beschäftigen und die Kommunikation mit Gleichgesinnten suchen.

Amateurfunk ist beispielhaft völkerverbindend, weil er keine Ländergrenzen kennt und alle Hemmnisse die sich aus den Unterschieden der Rasse, des Geschlechts, der Abstammung, der Sprache, der Herkunft, des Glaubens und politischer oder religiöser Weltanschauung ergeben könnten, überwindet. Da diese Dinge keine Diskussionsthemen für Funkamateure sind, gab es selbst in ausgesprochen totalitären Staaten kaum Beschränkungen bei der Ausübung dieses Hobbys.

Funkamateure kommunizieren mit anderen Funkamateuren im eigenen Land, über die Distanz des Kontinents, weltweit direkt oder unter Zuhilfenahme des Internets, über einen Satelliten oder mit einer Raumstation im Orbit. Einige kommunizieren mittels Computer, andere bevorzugen die normale Sprache und einige gebrauchen die effiziente und vergnügliche Technologie des 19. Jahrhunderts, bekannt als Morsetelegraphie.

Einige helfen durch Notfunkbetrieb mit Ihrer Station Leben zu schützen und zu retten, die als Folge von Naturkatastrophen oder durch anderen Notfälle in Gefahr geraten sind. Einige Funkamateure schließen eine enge Freundschaft zu Menschen, mit denen sie auf der anderen Seite des Globus sprechen und die sie manchmal durch Besuche auch persönlich kennen lernen. Wieder andere können aus einer Hand voll elektrischer Bauteile Stationszubehör basteln oder den Empfang entfernter, schwacher Radio-Signale verbessern.


Es ist kaum vorstellbar, welche interessanten und ungewöhnlichen Dinge ein Funkamateur machen kann.

Der Funkamateur Nach oben
Was sind das für Leute, die Funktechnik und Funkbetrieb zu ihrem Hobby gemacht haben? Es sind Männer und Frauen, Mädchen und Jungen, Menschen jedes Alters, jedes ethischen Hintergrunds und physischen Fähigkeiten. Es sind Menschen, die im Büro arbeiten, Studenten, Krankenschwestern, Postboten, Ingenieure, Lastwagenfahrer, Hausfrauen, Bankiers, Ärzte und so weiter.

Jeder von ihnen könnte der Funkamateur sein, den Sie vielleicht heute Abend per Radio treffen. Ein entspannter Abend zu Hause bei freundlicher Radio-Konversation mit einem Funkamateur aus Frankfort in Kentucky, Frankfurt in Deutschland oder jedem anderen Ort dieser Welt ist kaum zu überbieten. In Gegensatz zu jedem anderen Hobby, kennen Funkamateure keinerlei Ländergrenzen und das bringt die Welt und ihre Menschen einander näher.

Funkamateure sind in der Regel tolerante und sozial engagierte Bürger. Sie kümmern sich im besonderen Maße um Behinderte, Blinde und sozial Gefährdete aus ihren Reihen und über nationale Grenzen hinweg.

Der Amateurfunk ist somit oft Therapie und nicht selten einzig sinnvoller Lebenszweck zugleich. Er wirkt der Vereinsamung alter Menschen, Arbeitslosen, Langzeitkranken und vielen Jugendlichen entgegen und trägt so kostenlos dazu bei, die Perspektivlosigkeit dieser Menschen und bei Teilen der Jugend abzubauen.

Auch die technisch/wissenschaftlichen Beiträge des Amateurfunks sind beachtlich. Hervorzuheben sind z.B. innovative Projekte, wie die Umsetzung des Prinzips der elektromagnetischen Stabilisierung von Satelliten oder das Verfahren, mit Hilfe vom Mond reflektierter Signale die Ionisations- und Luftverschmutzungsgrade der Erdatmosphäre an verschiedenen Plätzen der Erde zu messen. Hier arbeiten hochqualifizierte Spezialisten aus vielen Fachrichtungen in internationalen Kooperationen an anspruchsvollen Entwicklungen, die letztlich der Allgemeinheit zugute kommen und für diese kostenfrei erstellt werden.

Als eine einmalige Gemeinschaftsleistung technisch hoch engagierter Funkamateure setzen die drahtlosen Datennetze Maßstäbe für die Innovationen auf privater, nichtkommerzieller Grundlage. Dieses, von Funkamateuren selbst finanzierte System entwickelt sich aus sich selbst heraus weiter, hinsichtlich höherer Übertragungskapazitäten und der Organisation und Verwaltung der Datenbestände in den Mailboxen.

Funkamateure tragen dazu bei, durch Aufklärung und Wecken von Interesse Vorbehalte gegen Funktechnik abzubauen und einer eventuellen Technikfeindlichkeit zu entgegnen zu wirken. So leistet der Deutsche-Amateur-Radio-Club eV (DARC) einen Betrag zur Erforschung und Aufklärung möglicher Gefahren und Risiken von elektrischen und magnetischen Feldern.

In Deutschland haben mehr als 80.000 Personen eine Amateurfunklizenz. Ca. 60 % der Lizenzinhaber sind Mitglied im DARC, der ca 1.150 Ortsverbände in 24 Distrikten unterhält. Zusammen mit weiteren 140 nationalen Vereinigungen von Funkamateuren ist der DARC Mitglied der IARU. Die IARU wiederum hat Beobachterstatus mit beratender Funktion bei der ITU (International Telecommunication Union), einer Unterorganisation der UNO, die in regelmäßigen Sitzungen die Frequenzbereiche der einzelnen Funkdienste weltweit festlegt.


Die gesetzliche Seite Nach oben
Um sicher zu gehen, daß weltweit die Vereinbarungen über die Durchführung des Funkverkehrs in technischer und betrieblicher Hinsicht eingehalten werden, haben sich alle Länder verpflichtet, eine entsprechende Prüfung für ihre Funker, also auch für Funkamateure, vorzuschreiben, die garantieren soll, daß diese vor Inbetriebnahme eines Senders über das erforderliche technische und betriebstechnische Wissen und Können verfügen.

Dieses Wissen und die notwendigen Fertigkeiten müssen also einmal angeeignet und bei einer Prüfung, der Amateurfunkprüfung, nachgewiesen werden.

Diese interessante und faszinierende Freizeitgestaltung steht jedem offen. Der Amateurfunkclub HAMMONIA weist den Weg zum Amateurfunk, die Brücke zu einer Welt ohne trennende Grenzen. Auch in einigen wenigen Ortsverbänden werden regelmäßig Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Amateurfunkprüfung angeboten.


Die unterschiedlichen Genehmigungsklassen Nach oben
Die Amateurfunklizenz kann in Deutschland in drei unterschiedlichen Klassen erworben werden:

Genehmigungsklasse 3
Das Amateurfunkzeugnis der Klasse 3 berechtigt zur Teilnahme am Amateurfunk auf den, dem Amateurfunkdienst zugewiesenen Frequenzbereichen 144 MHz bis 146 MHz und 430 MHz bis 440 MHz in allen zugelassenen Betriebsarten mit einer Sendeleistung (Strahlungsleistung) von kleiner als 10 Watt.

Geprüft werden nur die wesentlichen Grundzüge der technischen und betrieblichen Kenntnisse, sowie nationale und internationale Vorschriften. Keine Morseprüfung. Nach bestandener Prüfung wird ein Rufzeichen der Reihe DO zugewiesen.

Genehmigungsklasse 2
Das Amateurfunkzeugnis der Klasse 2 berechtigt zur Teilnahme am Amateurfunk auf allen dem Amateurfunkdienst zugewiesenen Frequenzbereichen oberhalb 30 MHz (Seit 15.08.2003 auch unterhalb 30 MHz) in allen zugelassenen Betriebsarten bis zur maximal zulässigen Sendeleistung.

Prüfungsstoff wie bei der Klasse 1, jedoch ohne Morseprüfung. Nach bestandener Prüfung wird ein Rufzeichen der Reihen DB, DC, DD, oder DG zugewiesen.

Genehmigungsklasse 1
Das Amateurfunkzeugnis der Klasse 1 berechtigt zur Teilnahme auf allen dem Amateurfunkdienst zugewiesenen Frequenzbereichen in allen Betriebsarten bis zur maximal zulässigen Sendeleistung.

Geprüft werden technische Kenntnisse, die Kenntnisse nationaler und internationaler betrieblichen Verfahren und Regeln, Kenntnisse der nationalen und internationalen Vorschriften sowie praktische Fertigkeiten im Hören und Geben von Morsezeichen. Nach bestandener Prüfung wird ein Rufzeichen der Reihen DF, DH, DJ, DK, DL oder DM zugewiesen.

Ausbildungsrufzeichen
Die Rufzeichen der Reihe DN werden für Ausbildungszwecke vergeben.

Höramateure (SWL)
Die Reihe DE kennzeichnet Höramateure, auch SWL (Short-Wave-Listener) genannt, die eine entsprechende Prüfung in einem Ortsverband des DARC abgelegt haben.


Prüfung, Rufzeichen und Frequenzbereiche Nach oben
Die Amateurfunkprüfung wird von Gärtnern, Ärzten, Verkäufern, Juristen, Technikern, Bäckern, Schlossern usw, also Menschen, denen man nicht sofort umfangreiches Wissen und Können auf dem Gebiet der Funktechnik zumuten würde, abgelegt. Auch das Alter ist kein entscheidender Hinderungsgrund. In Deutschland wird die Amateurfunkprüfung vor der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) abgelegt, die auch die Genehmigungsurkunde zum Errichten und Betreiben einer Amateurfunkstelle ausstellt.

Äußeres Zeichen der Qualifikation ist eine persönliche Funkgenehmigungsurkunde und ein nur einmal auf der Welt vorhandenes Funkrufzeichen. Alle Funkamateure weltweit erhalten ein Rufzeichen, das aus einer Kombination von Buchstaben und Ziffern besteht und von der zuständigen Lizenzbehörde des jeweiligen Landes ausgegeben wird. Das Rufzeichen, auch „Call" genannt, setzt sich aus einem Teil, das das Land kennzeichnet (Prefix) und international festgelegt ist und einem Teil, das durch die Lizenzbehörde des jeweiligen Landes festgelegt wird (Suffix) zusammen.

Viele Funkamateure kennen sich nicht unbedingt mit ihren Namen, aber meistens mit ihrem Rufzeichen.

Dem Amateurfunkdienst sind international diverse Frequenzbereiche zugewiesen, innerhalb derer die Sende- und Empfangsfrequenzen frei gewählt werden dürfen. Dies sind im Bereich der Kurzwelle neun Bänder zwischen 1,8 MHz und 30 MHz. Im Bereich oberhalb von 30 MHz stehen dem Amateurfunk insgesamt vierzehn Frequenzbereiche zur Verfügung.


Funkamateure sind Weltbürger Nach oben
Funkamateure knüpfen ihre Kontakte über Grenzen, Meere, Rassen- oder Standes-, Geschlechts- oder Altersunterschiede hinweg. Die Telegraphie (CW) ermöglicht darüber hinaus auch das Überwinden der sprachlichen Hindernisse, da international verständliche Kürzel verwendet werden.

Meistens ist „English" die Standartsprache auf den Amateurfunkbändern. Es macht bei Funkamateuren in anderen Ländern einen guten Eindruck, wenn man einige Worte in der Sprache der Person spricht, mit der man kommuniziert, eben ein simples „gracias" oder „sayonara".

Wer Funkamateur wird, wird automatisch Weltbürger, denn Funkamateure kommunizieren mit Gleichgesinnten weltweit. Sie haben eine lange Tradition international „good will" zu verbreiten.

Eine Art, wie Funkamateure das tun, ist die nichtkommerzielle Hilfe, die sie jedem zukommen lassen, der sie benötigt. Eine andere Art besteht im Kennenlernen von Lebensart und Kultur derjenigen, mit denen sie weltweit freundschaftlich Kontakte pflegen. Außerdem verbindet Funkamateure das Interesse an der Technik und der Reiz, mittels Funk drahtlos andere Menschen überall in der Welt kennen zu lernen, sei es zB. ein Farmer in einem entlegenen Gebiet der Erde, einem Polarforscher am Südpol oder einen Arbeiter auf einer Ölplattform, ja sogar einen Astronauten in der Raumstation.


Weltraumfunk Nach oben
Sogar an Bord des amerikanischen Space-Shuttles sowie der russischen Raumstation „Mir" befinden sich zeitweilig Funkamateure, zu denen dann Funkkontakt möglich ist. Schon im Jahre 1983, machten die ersten Funkamateure/Astronauten Geschichte, weil sie vom Space-Shuttle „Columbia" aus Funkkontakte mit Funkamateuren auf der Erde hatten. Bei dieser Mission nahm der Nutzlastspezialist Owen Garriott, der das Amateurfunk-Rufzeichen W5LFL hat, ein Handfunksprechgerät mit in den Orbit und benutzte es mit einer speziell gestalteten Antenne am Fenster der Raumstation. Es war das erste mal, daß Funkamateure überall in der Welt die Möglichkeit hatten mit einem Astronauten im All zu sprechen, in einem um die Erde kreisenden Raumfahrzeug.

Im Jahre 1985 sendete der Missions-Spezialist, W0ORE Slow-Scan-Television (SSTV = Farbbilder) via Amateurfunk während der Space-Shuttle „Challanger" die Erde umkreiste. Er nannte diese Nutzlast SAREX, für Shuttle-Amateur-Radio-Experiment. Es dauerte nicht lange, bis die NASA routinemäßig SAREX-Aufträge in ihr Raumfahrtprogramm einarbeitete.


1991 hatte bereits jedes der fünf Mitglieder der Shuttle-Crew eine Amateurfunklizenz. Die NASA fördert die Amateurfunkaktivität an Bord ihrer Shuttle-Raumfahrzeuge, denn die Amateurfunkausbildung hat sich bei der wertvollen Missions-Ausbildung bewährt und ist ein wirksames Mittel der Öffentlichkeitsarbeit.

1995, forderten fünf Shuttle-Crews, daß die NASA eine SAREX-Nutzlast mit auf ihre Flüge nahm. Und für die Zukunft machen Funkamateure bereits Pläne, eine ständige Amateurfunkstation mit an Bord einer bemannten Raumstation zu nehmen.



Funkamateure helfen im Notfall Nach oben
Wenn das kommerzielle Fernmeldewesen durch Stromausfall oder Beschädigungen an ihren Funkanlagen ausfällt, was unter Umständen durch natürliche Katastrophen wie Erdbeben, Überflutungen oder Hurrikane geschehen kann, sind Funkamateure oft die Ersten die helfen können. Batteriebetriebene Geräte/Ausrüstung erlauben es den Funkamateuren die wesentliche Kommunikation sicherzustellen.

Das beste Beispiel eines gelungenen Notfalleinsatzes war die Schneekatastrophe in Schleswig-Holstein, Germany im Jahre 1978/79 als auf den Räumfahrzeugen (Panzer der Bundeswehr) jeweils ein Funkamateur mitfuhr, der die Kommunikation mit der Einsatzzentrale sicherstellte.

Die Fähigkeit von Funkamateuren, der Öffentlichkeit in Notfällen zu helfen, ist sicherlich auch eine der Gründe, warum der Amateurfunk seit den ersten Tagen des 20. Jahrhunderts erhalten geblieben ist und kein Land weltweit an ein Verbot denkt.


Funknetze Nach oben
Funkamateure mit gleichen Interessen bezüglich Beruf oder Zweithobby, wie Schach, Gartenarbeit, Bergsteigen, Eisenbahnen, Computeranwendungen oder -programmierung usw kommen mit anderen per Funk zusammen um über ihre Interessen zu diskutieren und Neuigkeiten auszutauschen. Dieses findet meistens regelmäßig und auf festgelegten Frequenzen statt, also nach einem regulären Fahrplan.

Fast jeder kann ein Netz seines speziellen Interesses finden. Von „Armenian Amateur Radio" bis „Zenith National Net" ist jedes Netz im „ARRL-Net-Directory" aufgelistet, welches jährlich erscheint.



Diplome und Wettbewerbe = Konkurrenz unter Freunden Nach oben
Der Funkamateur, der von Natur aus gern an Wettbewerben teilnimmt hat reichlich Gelegenheit bei diversen Aktivitäten seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Mit entsprechenden Amateurfunk-Diplomen wird das Können anerkannt mit anderen Funkamateuren unter herausragenden und erschwerten Bedingungen zu verkehren. Zum Beispiel sollen in dem ARRL-DX-Contest soviel DX-Stationen wie möglich während eines Wochenendes gearbeitet werden. Erfahrene Funkamateure mit Spitzenstationen haben schon mehr als 100 verschiedene Länder während eines einzigen DX-Wettbewerbs-Wochenende gearbeitet.

Preise und Diplome, die erworben werden können sind ausgesprochen zahlreich. Um nur einige zu nennen: das Diplom „Worked all States" (WAS), bei dem mit Funkamateuren aus allen US-Staaten kommuniziert werden muß oder das „Worked all VE" bei dem man Funkamateure aus allen Provinzen Canadas gearbeitet haben muß, ferner das „DX-Century-Club" für das Arbeiten von 100 oder mehr verschiedenen Ländern.

Eine weitere unter vielen Konkurrenzen ist die „Fuchsjagd" (auch scherzhaft „Bunnyjagd" genannt), bei der verborgene Sender zu Fuß oder auch mit dem Auto gesucht und gefunden werden. Diese Aktivität hat aber auch eine seriöse Seite: Die gelernten Fertigkeiten beim Verfolgen des Fuchses kommen praktisch beim Verfolgen eines verdächtigen „Piraten" (einer nichtlizenzierten Station) in der Nachbarschaft, zugute.

Wenn an einem warmen frühsommerlichen Wochenende Funkamateure Funkbetrieb im Freien machen und im Wettbewerb mit anderen Punkte sammeln so ist das nicht nur eine gute Übung um sich auf einen wirklichen Notfall vorzubereiten. Der Funkbetrieb mit einer abgesetzten Station im Freien, weitab von der üblichen Stromversorgung nennt man „Field-Day", ein weiterer internationaler Wettbewerb.


QRP = Die ganze Welt mit bis zu10 Watt Nach oben
Eine wirkliche Herausforderung ist es mit QRP, d.h. im Niedrigleistungsbereich zu arbeiten, mit einer Sendeleistung von 10 Watt oder weniger. Einige QRP-Enthusiasten arbeiten mit einer Leistung von 1 Watt oder weniger. Es ist sicherlich eine Herausforderung mit passablen Antennen und geschickter Betriebstechnik um die Welt zu hören und die gehörten Stationen zu erreichen.

Einige der besten Gründe QRP zu arbeiten ist, daß das Equipment wenig Gewicht hat, preiswert und eventuell leicht zu bauen ist. Manche Funkamateure benutzen nichts anderes als selbstgebaute Geräte.

Weiterhin sind bei dieser Leistungsklasse keine Schwierigkeiten mit EMV, BCI, TVI ect zu erwarten.


Zusammenstellen einer Station Nach oben
Genau wie bei jedem anderen Hobby, kann auch der Amateurfunk mit einem kleinen Budget betrieben werden. Es kann mit einem Handfunksprechgerät begonnen werden, daß in eine Tasche paßt und immer mitgeführt werden kann. Steht ein großes Budget zur Verfügung kann das „Shack" mit den letzten und ausgefallensten, was die Radio-Technologie zu bieten hat und was mit Geld zu bezahlen ist, gefüllt werden. Zubehör und Ausrüstung für die Amateurfunkstation gibt es in allen Preisklassen.

Es lassen sich einfache, preisgünstige Drahtantennen bauen und z.B. zwischen zwei Bäume im Garten aufhängen oder riesige Türme mit Gruppen von Beam-Antennen auf der Spitze, installieren.

In den einschlägigen Zeitschriften kann der Funkamateur Anzeigen für neue Amateurfunkgeräte und Zubehör ebenso finden, wie Anzeigen über gebrauchte Amateurfunkgeräte.

Fast neue Handfunkgeräte und gebrauchte HF-(Kurzwellen) Stationen können schon für weniger als € 300,-- erworben werden. Viele Funkamateure beginnen mit einer gebrauchten Station, die zwischen ca. € 300,-- und € 600,-- kostet. Antennen und andere Dinge (Stationszubehör) können beträchtliche Kosten verursachen, doch es gibt meistens preisgünstige Alternativen, die den gleichen Zweck erfüllen.

Für den Funkamateur ist es selbstverständliche Pflicht, ständig seine Station zu verbessern und auf den neuesten Stand der Technik zu halten, sodaß er immer mit erstklassigen Signalen optimal am Amateurfunkverkehr teilnehmen kann.

Amateurfunk eröffnet eine im Alltag leider noch immer wenig bekannte Welt - eine Welt ohne Grenzen.

Amateurfunk, mehr als nur ein Hobby.

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